Könnten Thränen dich versöhnen,
Möchte Reue dich vermögen:
Daß sie zu mir niederzögen
Alles Glück, die vor′gen Gaben,
Nimmer wollt′ ich sie verhöhnen.
Aber nie wird Kühlung laben
Den, der seine Bäume fällt;
Ihm erstirbt das grüne Zelt:
Wer sein Haus sich selbst verwüstet,
Nie kann der sich wohl gehaben.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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