Ich gehe auf und nieder

Den dunkelgrünen Fluß,

Und schicke Liebeslieder

Hinab mit Gruß und Kuß.

 

Weit unten am Gestade

Liegt eine traute Stadt,

Die viele krumme grade

Belebte Gassen hat.

 

Dort wohnet, wenn ich schicke

Die Lieder, Gruß und Kuß,

Dort schaun herauf zwei Blicke

Den dunkelgrünen Fluß.

 

Ihr Wellen und ihr Winde,

Die ihr selbander zieht,

Begegnet meinem Kinde

Und rauscht ihm dieses Lied!


Das Gedicht "Am Fluß" stammt von   (1827 - 1892).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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