Ich brauche Menschen! Ja - in hellen Zimmern,

Erfüllt von Düften, Lächeln, Fächeln, Flimmern,

Wo schlank geformt - leichtwiegende Gedanken

Von Mund zu Mund sich lachend, blühend ranken!

Ich brauche Menschen ... seid′ner Schleifen Rauschen

Und Blicke, die sich sorglos spielend tauschen,

Und Worte, die ob tausend Kelchen schweifen

Und manchmal scheue, süße Beeren streifen -

Und Töne, die wie flücht′ge Küsse drängen

Und sich an lauschend bange Ohren hängen

Und bunte Wolken in die Blicke stäuben

Und blenden, schmeicheln, lügen und betäuben

Und all das Leere, Schwere überhallen ...

- - Stöhnst du, mein Herz, daß wir so tief gefallen?


Das Gedicht "Ich brauche Menschen" stammt von   (1877 - 1897).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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