Ernst ist der Herbst.
Und wenn die Blätter fallen,
Sinkt auch das Herz zu trübem Weh herab.
Still ist die Flur,
Und nach dem Süden wallen
Die Sänger, stumm, wie nach dem Grab.

Bleich ist der Tag,
Und blasse Nebel schleiern
Die Sonne wie die Herzen ein.
Früh kommt die Nacht:
Denn alle Kräfte feiern,
Und tief verschlossen ruht das Sein.

Sanft wird der Mensch,
Er sieht die Sonne sinken,
Er ahnt des Lebens und des Jahres Schluss.
Feucht wird das Aug',
Doch in der Träne Blinken
Entströmt des Herzens seligster Erguss.


Das Gedicht "Im Herbst" stammt von   (1819 - 1899).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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