O wüßt ich doch den Weg zurück,
Den lieben Weg zum Kinderland!
O warum sucht’ ich nach dem Glück
Und ließ der Mutter Hand?
O wie mich sehnet auszuruhn,
Von keinem Streben aufgeweckt,
Die müden Augen zu zutun,
Von Liebe sanft bedeckt!
Und nichts zu forschen, nichts zu spähn,
Und nur zu träumen leicht und lind;
Der Zeiten Wandel nicht zu sehn,
Zum zweiten Mal ein Kind!
O zeig mir doch den Weg zurück,
Den lieben Weg zum Kinderland!
Vergebens such ich nach dem Glück,
Ringsum is öder Strand!
Das Gedicht "Heimweh II." stammt von Klaus Groth (1819 - 1899).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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