Wenn Abends rot de Wulken treckt,
So denk ik-och! - an di!
So trock verbi dat ganze Heer,
Un du weerst mit derbi.
Wenn ut de Böhm de Bloeder fallt
So denk ik glik an di:
Su full so menni brawe Jung,
Un du weerst mit derbi.
Denn sett ik mi so truri hin
Un denk so vel an di.
Ik et alleen min Abendbrot -
Un du büst nich derbi.
Das Gedicht "Die junge Wetfru" stammt von Klaus Groth (1819 - 1899).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte