Mein Haus sagte zu mir:

"Verlaß mich nicht, denn hier wohnt deine Vergangenheit".

Und die Straße sagte zu mir:

"Komm und folge mir, denn ich bin deine Zukunft".

Und ich sage zu beiden, zu meinem Haus und zu der Straße:

"Ich habe weder Vergangenheit, noch habe ich Zukunft.

Wenn ich hier bleibe, ist ein Gehen in meinem Verweilen;

und wenn ich gehe, ist ein Verweilen in meinem Gang.

Nur Liebe und Tod ändern die Dinge."


Das Gedicht "Von der Zeit" stammt von   (1883 - 1931).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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