Die Menschen sind geteilt in verschiedene Sippen und Stämme,
sie gehören vielen Ländern und Städten an.
Ich aber fühle mich fremd in allen diesen Gemeinschaften
und zähle mich zu keiner der Siedlungen.
Das All ist meine Heimat und die ganze Menschheit meine Sippe.
Die Menschen sind schwach, und es ist traurig, dass sie untereinander geteilt sind.
Die Welt ist so eng, es ist unklug, sie in Königreiche, Imperien und Provinzen zu spalten.
Das Gedicht "Viele Königreiche" stammt von Khalil Gibran (1883 - 1931).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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