Wo immer sie auftritt

ist die Liebe

unser Herr und Meister.

Sie ist nicht

ausschweifende Lust,

nicht Begierde des Fleisches,

kein Splitter des Verlangens,

im Widerstreit mit dem Ich,

auch kein Teil des Fleisches,

das gegen den Geist

zu Felde zieht.

Denn die Liebe

lehnt sich nicht auf.

Sie verläßt nur

die ausgetretenen Pfade

vergangener Geschicke.


Das Gedicht "Liebe" stammt von   (1883 - 1931).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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