In einem totenstillen Lied

vom Weh zum Wort die Frage zieht:

Wer weiß wo.

 

Wer weiß, wo dieses stille Leid

begraben liegt, es lärmt die Zeit

vorüber so.

 

Sie schweigt nicht vor der Ewigkeit

und stirbt und ist doch nicht bereit

zur letzten Ruh.

 

In einem lebenslauten Lied

vom Wahn zum Wort die Frage zieht:

Wer weiß wozu!


Das Gedicht "Zwei Soldatenlieder" stammt von   (1874 - 1936).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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