Könnt′ ich dich in Liedern preisen,

Säng′ ich dir das längste Lied.

Ja, ich würd′ in allen Weisen

Dich zu singen nimmer müd′!

 

Doch was immer mich betrübte,

Ist, daß ich nur immer stumm

Tragen kkann dich, Herzgeliebte,

In des Busens Heiligtum.

 

Dieser Schmerz hat mich bezwungen,

Daß ich sang dies kleine Lied,

Doch von bitterm Leid durchdrungen,

Daß noch keins auf dich geriet.


Das Gedicht "Stille Liebe" stammt von   (1786 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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