Es war ein Spielmann zu Weinsberg,

Der lustige Peter genannt,

Er spielte die Geige, das Hackbrett

Und hinkte benebelt durchs Land.

 

Es war in der Fastnacht zu Weinsberg,

Da trank er das Haupt sich gar rot,

Da fand man wohl neben der Geige

Den lustigen Geiger tot.

 

Laßt ehrlich den Lust′gen begraben!

Sing hell ihm, du Schülerchor!

Tönt laut ihm, ihr Glocken! Die Bahre

Laßt tragen sechs Männer in Flor!

 

Dumpf rufen die Glocken, zum Kirchhof

Mit traurigem Sange man zieht,

Doch hinter dem Sarge geigt′s immer,

Man sieht nichts, ein lustiges Lied.

 

Das geiget der lustige Spielmann,

Nun gänzlich ein Luftgebild,

Hell geigend folgt er der Bahre,

Bis daß die Erd′ sie verhüllt.


Das Gedicht "Der lustige Geiger" stammt von   (1786 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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