Die Lüfte linde fächeln,

Aus stillen Meeres Schaum

Sirenen tauchend lächeln,

Der Schiffer liegt im Traum.

 

Da faßt der Sturm die Wellen,

Durchwühlt die Einsamkeit:

Wacht auf, ihr Traumgesellen,

Nun ists nicht Schlafenszeit! -

 

In jenen stillen Tagen

Wie war ich stolz und klug,

In sichern Glücks Behagen

Mir selber gut genug.

 

Du hast das Glück zerschlagen;

Nimm wieder, was du gabst,

Ich schweig und will nicht klagen,

Jetzt weiß ich, wie du labst.

 

Das sind die mächtgen Stürme,

Die wecken, was da ruht,

Es sinken Land und Türme

Allmählich in die Flut.

 

Kein Meerweib will sich zeigen,

Kein Laut mehr langt zu mir,

Und in dem weiten Schweigen

Steh ich allein mit dir.

 

O führe an den Riffen

Allmächtig deine Hand,

Wohin wir alle schiffen,

Uns zu dem Heimatstrand!


Das Gedicht "Der Schiffer" stammt von   (1788 - 1857).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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