Vögelein munter
Singen so schön,
Laßt mich hinunter
Spazieren gehn!
»Nacht ists ja draußen;
′s war nur der Sturm,
Den du hörst sausen
Droben vom Turm.«
Liebchen im Garten
Seh ich dort stehn,
Lang mußt sie warten,
O laßt mich gehn.
»Still nur, der blasse
Tod ists, der sacht
Dort durch die Gasse
Schleicht in der Nacht.«
Wie mir ergraute,
Bleiches Gesicht!
Gebt mir die Laute,
Mir wird so licht!
»Was willst du singen
In tiefster Not?
Lenz, Lust vergingen,
Liebchen ist tot!« -
Laßt mich, Gespenster!
Lied, riegl auf die Gruft!
Öffnet die Fenster,
Luft, frische freie Luft!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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