Das Kind ruht aus vom Spielen,
Am Fenster rauscht die Nacht,
Die Engel Gottes im Kühlen
Getreulich halten Wacht.
Am Bettlein still sie stehen,
Der Morgen graut noch kaum,
Sie küssen′s, eh sie gehen,
Das Kindlein lacht im Traum.
Gedichte
Joseph von Eichendorff
Das Kind ruht aus vom Spielen,
Am Fenster rauscht die Nacht,
Die Engel Gottes im Kühlen
Getreulich halten Wacht.
Am Bettlein still sie stehen,
Der Morgen graut noch kaum,
Sie küssen′s, eh sie gehen,
Das Kindlein lacht im Traum.
Das Gedicht "Das Kind ruht aus vom Spielen" stammt von Joseph von Eichendorff (1788 - 1857).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.