Was fang ich an in dieser Zeit?
Es will mir gar Nichts frommen.
Nach Schleswig wollt ich in den Streit,
Bin dort zu spät gekommen.

Im Schwarzwald hätt ich herzlich gern
Die Republik gestiftet;
Doch war ich noch in weiter Fern'
Als sie schon lang verdüftet.

Ins neue deutsche Parlament
Ließ ich mich gerne schicken,
Allein da mich kein Wahlmann kennt
So kann mir's niemals glücken.

Und weil ich Nichts zu treiben hab',
Bleibt mir nur Eins auf Erden:
Ich wart den deutschen Kaiser ab
Und will sein Hofnarr werden.

Derselbe wird mich sicherlich
Zu seinem Dienst erlesen,
Denn er ist selbst, so gut wie ich
Ein höchst zweckwidrig Wesen.


Das Gedicht "Bummelmaiers Klage" stammt von   (1826 - 1886).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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