Was schlagt ihr an meinen Kahn,

Ihr Wellen, so stürmisch an?

O Nixe, was hast Du gethan,

O Nixe, was hast Du gethan!

 

Was schwimmst an der Nachenwand,

Was winkst Du mit Blick und Hand?

O Nixe, was hast Du gethan,

O Nixe, was hast Du gethan!

 

Was tauchet Dein Arm so weiß,

Was wallet mein Blut so heiß –

O Nixe, was hast Du gethan,

O Nixe, was hast Du gethan!

 

Du hast mir die Seele berauscht,

Du hast mir das Herz vertauscht,

O Nixe, was hast Du gethan,

O Nixe, was hast Du gethan! –

 

Es dreht sich die Erde mit mir

Hinunter, hinunter zu Dir,

O Nixe, was hast Du gethan,

O Nixe, was hast Du gethan!


Das Gedicht "Auf dem Gmundner See" stammt von   (1790 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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