Begeistert lauscht das Volk dem Wunderklange,
Wie einst, als Orpheus über′s Meer gezogen
Im Kiel der Argo, rings entzückt, die Wogen
Gestaunt, die grünen Ufer, dem Gesange!
Mühsam verschließt der trunkne Busen lange
Der Wonne Fülle, die er eingesogen,
Und daß ein Ton ihm ungehört verflogen
Im Sturm des lauten Jubels, ist ihm bange;
Doch nun das Lied verklang, nun ist entbunden
Die Lust! und seht – welch Wunder ist geschehen?
Statt Jauchzen hat die Thräne sich gefunden! –
Du, Meister, triffst das Herz mit goldnen Pfeilen,
Doch weil Du es durchgingst mit süßen Wehen,
Wünscht′ von so sel′gem Schmerz es nie zu heilen! –
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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