Ihr schmäht, Ihr seht mich Eure Zeichen tragen,

Und dennoch sey ich Keiner von den Euern!

Nie werd′ ich′s seyn, das kann ich Euch betheuern;

Weit eher würd′ ich meinen Schild zerschlagen!

 

Ich seh′ Euch nur nach Eurem Vortheil jagen,

Mich muß ein höh′res Ziel zum Kampf befeuern:

Der Menschheit Adel, den allein mir theuern,

Möcht′ ich erhalten sehn den künft′gen Tagen!

 

Wie Ihr besitz′ ich, was ich nicht verachte,

Doch auch nicht achte mehr als sich gebühret;

′s ist nicht vom Fuchs die Fabel und der Trauben!

 

Ich will nicht schmähn, – doch laßt mir meinen Glauben:

Daß Gottes Hand zu jenem Ziele führet,

Von dem Ihr fliehet und nach dem ich trachte!


Das Gedicht "An die Tadler" stammt von   (1790 - 1862).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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