Ich hielt am Arm sie fest, zu fest gewiß,

Sie wehrte sich und biß

In meine Hand.

 

Wollt sie mir wehe tun? Ei, das ging fehl,

da ichs, mein Seel,

Als Lust empfand.

 

Ihr Beißen war so angenehm und lind,

Daß es mir keinen Schmerz gemacht hat, als nur den,

Daß es vergehn

Mußt so geschwind.


Das Gedicht "Kindliche Liebe" stammt von   (1289 - 1339).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte