Moliere

Je trouve, que le Coeur est ce qu′il faut gagner.

 

Du, würdige Liebe!

Verdienst es vor allen,

Daß man dich besinget.

Ihr größten der Dichter!

Singt nicht mehr von Schlachten,

Und blutigen Kriegen,

Und mächtigen Helden.

Lobt nicht mehr das Donnern

Der Mörser und Stücke,

Womit man die Felder

Und Lüfte erschüttert.

Ihr Helden, sucht Ehre,

Da siegreich zu streiten,

Wo mächtige Schönen,

Mit feurigen Blicken,

Und lächelnden Minen

Die Herzen bekriegen!

Erobert die Herzen

Der sprödesten Schönen!

Erreget da Liebe,

Wo Unschuld und Jugend

Die Herzen verhindert,

Die zärtliche Liebe

Zu wünschen, zu fühlen.

Könnt ihr denn die Herzen

Wie Schlachten gewinnen;

So seyd ihr unsterblich:

Eur Ruhm ist der größte.

So singt denn, ihr Dichter,

Von nichts als von Liebe!

Ihr mächtigen Helden!

Gebt Bogen und Pfeile

Nur Amorn zu streiten.

So seyd ihr verewigt!


Das Gedicht "Die Liebe" stammt von (* 1725-11-25, † 1782-01-29).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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