Ein finstrer Algebraicus,
Ein Feind des keuschen Scherzens,
Bewies, durch einen strengen Schluß,
Die Kälte seines Herzens.
Wer meditirt, verliebt sich nicht;
Nun meditir ich immer:
Daher lieb ich kein schön Gesicht,
Und hasse Frauenzimmer.
Kaum hat er den Beweis geführt;
So läßt sich Phillis schauen:
Er sieht sie, liebt sie, meditirt,
Hält an und läßt sich trauen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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