De Voltaire

- Malheureux! qui n′en parle, qu′en Vers

 

Ich fühl in der Brust

Die zärtlichsten Triebe,

Den Ursprung der Lust,

Die göttliche Liebe.

 

Schon siegt der Affect!

Entzückende Schmerzen,

In Freude versteckt,

Erwachen im Herzen.

 

Es tobt in der Brust,

Bey Seufzern und Thränen,

Ein Vorwitz zur Lust,

Ein treibendes Sehnen.

 

So oft ich dem Witz

Zu lächeln befehle;

Durchdonnert der Blitz

Von Schrecken die Seele.

 

Wie Rosen verblühn,

So schwinden die Kräfte:

Wie Wetter aufziehn,

So schleichen die Säfte.

 

Doch, dennoch entreißt

Kein Zufall, kein Leiden,

Dem muthigen Geist

Die seligen Freuden.

 

Verzweiflung bedroht

Die Hoffnung vergebens:

Ich wünsche den Tod,

Zur Rettung des Lebens.

 

O glücklicher Krieg!

O fröhliche Stunden!

Ich habe den Sieg

Der Liebe empfunden.


Das Gedicht "Der Sieg der Liebe" stammt von (* 1725-11-25, † 1782-01-29).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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