Im Nebelgeriesel, im tiefen Schnee,

Im wilden Wald, in der Winternacht!

Ich hörte der Wölfe Hungergeheul,

Ich′ hörte der Eulen Geschrei:

Wille wau wau wau!

    Wille wo wo wo!

        Wito hu!

 

Ich schoß einmal eine Katz′ am Zaun,

Der Anne, der Hex, ihre schwarze, liebe Katz′;

Da kamen des Nachts sieben Werwölf′ zu mir,

Waren sieben, sieben Weiber vom Dorf.

Wille wau wau wau!

    Wille wo wo wo!

        Wito hu!

 

Ich kannte sie All′, ich kannte sie wohl,

Die Anne, die Ursel, die Käth′,

Die Liese, die Barbe, die Ev′, die Beth;

Sie heulten im Kreise mich an.

Wille wau wau wau!

    Wille wo wo wo!

        Wito hu!

 

Da nannt ich sie alle bei Namen laut:

"Was willst du, Anne? was willst du, Beth?"

Da rüttelten sie sich, da schüttelten sie sich

Und liefen und heulten davon.

Wille wau wau wau!

    Wille wo wo wo!

        Wito hu!


Das Gedicht "Zigeunerlied" stammt von   (1749 - 1832).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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