Wunderlichstes Buch der Bücher

Ist das Buch der Liebe;

Aufmerksam hab ich′s gelesen:

Wenig Blätter Freuden,

Ganze Hefte Leiden;

Einen Abschnitt macht die Trennung.

Wiedersehn! ein klein Kapitel,

Fragmentarisch. Bände Kummers

Mit Erklärungen verlängert,

Endlos, ohne Maß.

O Nisami! - doch am Ende

Hast den rechten Weg gefunden;

Unauflösliches, wer löst es?

Liebende, sich wieder findend.


Das Gedicht "Lesebuch" stammt von (* 1749-08-28, † 1832-03-22).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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