Zu lieblich ist′s, ein Wort zu brechen,
Zu schwer die wohlerkannte Pflicht,
Und leider kann man nichts versprechen,
Was unserm Herzen widerspricht.
Du übst die alten Zauberlieder,
Du lockst ihn, der kaum ruhig war,
Zum Schaukelkahn der süßen Torheit wieder,
Erneust, verdoppelst die Gefahr.
Was suchst du mir dich zu verstecken!
Sei offen, flieh′ nicht meinen Blick!
Früh oder spät mußt′ ich′s entdecken,
Und hier hast du dein Wort zurück.
Was ich gesollt, hab′ ich vollendet;
Durch mich sei dir von nun an nichts verwehrt;
Allein verzeih′ dem Freund, der sich nun von dir wendet
Und still in sich zurückgekehrt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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