Man höre nur, was mir mein Almanach gebeut! -

"Mit Tuch verwechsle nun das leichte Sommerkleid!

"Mit Schnupfen und Katharr laurt auf der nachten Flur

"Der Herbstwind schon auf dich: der Sommer ist entflohn! -

Was träumt der Almanach! die Hälfte nicht davon!

Ja höchstens eine Woche nur!

"Wer kann dem Almanach nicht glauben?

"Wenn der uns lügt, so redet niemand wahr. -

So muß die Zeit uns izt den Sommer früher rauben,

Wie war er sonst so lang! lang wie ein ganzes Jahr!

Izt, wie ein Tag, so kurz! - - - doch wie ich thöricht bin!

Ich brachte ja mit Euch den Sommer hin.


Das Gedicht "An zwo Damen" stammt von (* 1747-10-31, † 1819-01-28).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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