Man höre nur, was mir mein Almanach gebeut! -

"Mit Tuch verwechsle nun das leichte Sommerkleid!

"Mit Schnupfen und Katharr laurt auf der nachten Flur

"Der Herbstwind schon auf dich: der Sommer ist entflohn! -

Was träumt der Almanach! die Hälfte nicht davon!

Ja höchstens eine Woche nur!

"Wer kann dem Almanach nicht glauben?

"Wenn der uns lügt, so redet niemand wahr. -

So muß die Zeit uns izt den Sommer früher rauben,

Wie war er sonst so lang! lang wie ein ganzes Jahr!

Izt, wie ein Tag, so kurz! - - - doch wie ich thöricht bin!

Ich brachte ja mit Euch den Sommer hin.


Das Gedicht "An zwo Damen" stammt von   (1747 - 1819).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Weitere gute Liebesgedichte zum schmökern.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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