Du, aus Meerschaum gezeugt, bräunlicher Pfeifenkopf,
Mit der Pflanze gefüllt, welche Tabago nährt;
Dieses Band sei dir heilig,
Das mit purpurnen Wellen spielt;

Und gewebt war, den Schnee einer beseelten Brust,
Sanft zu röten! Umsonst! Denn der geliebteste
Schmuck der Schönen soll künftig
An dem würdigern Rohre wehn.

Du vertreibest den Gram, der aus verdüsterten
Lüften brauset, du hauchst pythische Sprüche der
Brust des forschenden Sehers,
Und die Weisheit der Götter ein.

Deine Glorie strahlt fernen Jahrhunderten;
Denn ich singe dein Rohr, und das Medusenhaupt,
Das aus silbernem Rachen
Die balsamische Lohe sprüht.


Das Gedicht "An einen Meerschaumkopf" stammt von   (1751 - 1826).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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