Keine Schöne kann ich loben,
deren Länge, hoch von oben,
ihre stolzen Blicke zeigt.
Bäume, welche Früchte tragen,
pflegen nicht so hoch zu ragen,
als die leere Fichte steigt.
Du ergötzest mich, Asträe,
wenn ich dir zur Seite stehe:
Du bist klein und so wie ich.
Dein Geliebter wird dich küssen
und zuvor nicht sagen müssen:
"Meine Schöne, bücke dich!"
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte