Auf ihr steifen und verdorrten

Leute aus Büros,

Reißt euch mal zum Wintersporten

Von den Öfen los.

 

Bleiches Volk an Wirtshaustischen,

Stellt die Gläser fort.

Widme dich dem freien, frischen,

Frohen Wintersport.

 

Denn er führt ins lodenfreie

Gletscherfexlertum

Und bedeckt uns nach der Reihe

All mit Schnee und Ruhm.

 

Doch nicht nur der Sport im Winter,

Jeder Sport ist plus,

Und mit etwas Geist dahinter

Wird er zum Genuss.

 

Sport macht Schwache selbstbewusster,

Dicke dünn, und macht

Dünne hinterher robuster,

Gleichsam über Nacht.

 

Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,

Kürzt die öde Zeit,

Und er schützt uns durch Vereine

Vor der Einsamkeit,

 

Nimmt den Lungen die verbrauchte

Luft, gibt Appetit;

Was uns wieder ins verrauchte

Treue Wirtshaus zieht.

 

Wo man dann die sporttrainierten

Muskeln trotzig hebt

Und fortan in illustrierten

Blättern weiterlebt.


Das Gedicht "Ruf zum Sport" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte