Eine Wiese singt.

Dein Ohr klingt.

Eine Telefonstange rauscht.

Ob du im Bettchen liegst

Oder über Frankfurt fliegst,

Du bist überall gesehen und belauscht.

 

Gonokokken kieken,

Kleine Morcheln horcheln.

Poren sind nur Ohren.

Alle Bläschen blicken.

 

Was du verschweigst,

Was du den Andern nicht zeigst,

Was dein Mund spricht

Und deine Hand tut,

Es kommt alles ans Licht.

Sei ohnedies gut.


Das Gedicht "Nie bist du ohne Nebendir" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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