September 1923

 

Wie ich mich auf dich freue!

Nur noch fünf Tage weit!

Wird!

Was ich auch scheue,

Niemals die Zeit.

 

Ich sitze wo und esse.

Um mich die Herrn von der Messe

Sind alle wichtig im Gefecht.

Ich wollte, ich wäre bezecht.

 

Nahbei, vor einem stolzen Hotel

(Wo man noch echten Whisky hat),

Schwemmt sich aus schöner Schale ein Quell,

Als weinte eine ganze Stadt

Ihre Zeitnot über den Rand.

 

Renée, ich küsse deine Hand.

Auf Wiedersehn!

Ich denke: Wenn nächstens vieles fällt,

Wir zwei bleiben stehn,

Solange wir wissen, was uns hält.


Das Gedicht "Frankfurt am Main" stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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