Ein Sauerampfer auf dem Damm

stand zwischen Bahngeleisen,

machte vor jedem D-Zug stramm,

sah viele Menschen reisen.

 

Und stand verstaubt und schluckte Qualm,

schwindsüchtig und verloren,

ein armes Kraut, ein schwacher Halm,

mit Augen, Herz und Ohren.

 

Sah Züge schwinden, Züge nahen.

Der arme Sauerampfer

sah Eisenbahn um Eisenbahn,

sah niemals einen Dampfer.


Das Gedicht "Arm Kräutchen " stammt von   (1883 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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