Ha, wie sie heuchlerisch entrüstet,

Sich hüllen in die Kutten der Moral

Und wie Papa vertraulich flüstert:

»Mama, dies ist ein offener Skandal«.

Die hohe Gattin nickt verständlich

Und vor »Empörung« brennend rot

Ruft sie: »Von Denen ist es schändlich

Uns schützt vor Kindersegen doch der liebe Gott.«


Das Gedicht "Einer Verdammten" stammt von   (1886 - 1927).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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