Hängt nicht an Hund′ und Katzen eure Herzen,

An Blumen, Pferd′ und Pagagei′n -

O lernt doch erst der Menschheit Freud′ und Schmerzen

Und unter Menschen Mensch zu sein!

 

Ist euch der Mensch nicht mehr als Hund′ und Kätzchen,

Als Blumen, Pferd′ und Papagei′n,

So hol′ der Teufel jedes eurer Schätzchen,

Und euch, euch hol′ er hinterdrein!

 

(Aus: Unpolitische Lieder, 1840)


Das Gedicht "Unmenschliche Liebhaberei" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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