Nun zu guter Letzt
geben wir dir jetzt
auf die Wandrung das Geleite.
Wandre mutig fort,
und an jedem Ort
sei dir Glück und Heil zur Seite!
Wandern müssen wir auf Erden,
unter Freuden und Beschwerden
geht hinab, hinauf
unser Lebenslauf –
das ist unser Los auf Erden.

Bruder, nun Ade,
Scheiden tut zwar weh,
Scheiden ist ein bittres Leiden.
Wer es gut gemeint,
bleibt mit uns vereint.
so, als gäb es gar kein Scheiden.
Dieser Trost mag dich begleiten,
manche Freude dir bereiten.
Wenn du bist im Glück,
denk an uns zurück,
denk an die vergangnen Zeiten.

Bruder, nimm die Hand
jetzt zum Unterpfand,
dass wir treu gesinnt verbleiben;
redlich sonder Wank
fern von Neid und Zank
stets in unserm Tun und Treiben.
Endlich wird's einmal geschehen,
dass auch wir uns wiedersehen
und uns wieder freun
und den Bund erneun.
Lebe wohl, auf Wiedersehen!


Das Gedicht "Nun zu guter Letzt" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Passend zur Thematik, ein paar ausgesuchte Gedichte anderer Autoren:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte