Älter als die Schwestern alle,

aber dennoch bleib ich jung.

Wem ich einmal nur gefalle,

weiß, ich heiß Erinnerung.

 

Alles kann ich wiedergeben,

was verlor ein redlich Herz.

Freudenreich bleibt stets mein Leben,

Freude tausch ich ein um Schmerz.

 

Mein ist, was dir längst entschwunden,

froh verweb ich Zeit um Zeit,

und ich trag in trüben Stunden

stets ein Regenbogenkleid.


Das Gedicht "Erinnerung" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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