Ihr wilden Gänse habt es gut,

Ihr ziehet frei und wohlgemut

Von einem Strand zum andern Strand

Durchs ganze liebe deutsche Land.

 

Uns zahmen Menschen geht′s nicht so:

Wir reisten gern auch frei und froh

Ununtersucht und unbekannt

Durchs ganze liebe deutsche Land.

 

Kaum sind wir aber fort von Haus,

So muß auch schon der Paß heraus.

Wir werden niemals sorgenfrei

Vor lauter Maut und Polizei.

 

0 daß doch einer es erdenkt,

Wie man den Luftball sicher lenkt!

Hier hört nicht auf die Hudelei -

Nur in den Lüften sind wir frei.


Das Gedicht "Die wilden Gänse" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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