Hochgeschwungen! Hochgeschwungen!
Unsrer Lieder blankes Schwert,
Daß der Kampf der Dämmerungen
Sich in hellen Sieg verkehrt.
Jeder, dem es mag gelingen,
Sei zu lautem Sang bereit,
Daß wir sie uns bald ersingen
Unsrer Freiheit goldne Zeit.
Aber in der Rüstung Golde
Denkt auch mild im ernsten Streit,
Und vergeh mir nicht die holde,
Ewigschöne Frühlingszeit.
Und vergeßt mir nicht den Glauben
An der Wälder grüne Pracht,
An das Glück in kühlen Lauben
Und in süßer Sternennacht.
Und ein Lied aus grünen Bäumen,
Das im Lenz von Jubel spricht,
Und im Herbst von Frühlingsträumen
Ist ja auch ein Zeitgedicht.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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