Ueberall der Sonne Glut —
Wald und Wiese trocken,
Lebensquell und Wellenflut
Will im Laufe stocken.
Nur im Friedhof, lachend grün,
Lebensvolle Sprossen -
Gottesacker muß ja blühn
Thränenübergossen.
Gedichte
Hermann Rollett
Ueberall der Sonne Glut —
Wald und Wiese trocken,
Lebensquell und Wellenflut
Will im Laufe stocken.
Nur im Friedhof, lachend grün,
Lebensvolle Sprossen -
Gottesacker muß ja blühn
Thränenübergossen.
Das Gedicht "Sommer" stammt von Hermann Rollett (1819 - 1904).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.