Im Jänner 1845

 

Ein freies Volk, ein freies Land

Darf keine Fessel dulden,

Und hebt es nicht zur Wehr die Hand,

Verdient es alle Schmach und Schand

Durch eigenes Verschulden.

 

Der Geist des Lichtes und der Lieb

Ist stammend auferstanden,

Wer da noch gern im Dunkel blieb,

Wer da nicht folgt der Seele Trieb,

Der schlägt sich selbst in Banden.

 

Du Schweizervolk, du Schweizerland,

Das oft so kühn gestritten,

Es treff dich Spott und Schmach und Schand,

Wenn du nicht stark mit Herz und Hand

Verjagst die Jesuiten.

 

Mit allen Kräften dreingehaut

Ins Nachtgezücht der Stände

Auf daß der Nacht im Lichte graut,

Auf daß der Morgen, glanzbethaut,

Den hellen Tag verkünde!

 

Wir folgen euch im Kampfgewühl

Zum Siege und zum Glücke;

Den Ronge seht und Schneidemühl

Ein solcher Brand wird nimmer kühl,

Wir bleiben nicht zurück.

 

Ihr aber sollt mit Herz und Hand

Die Freiheit, längst erstritten,

In Treue schützen vor der Schand -

O Schweizervolk, o Schweizerland

Verjag die Jesuiten!


Das Gedicht "Die freie Schweiz" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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