Es wird ein Tag erscheinen,—

Und er ist nimmer weit -

An dem wir uns vereinen

Zu einer Seligkeit.

 

An dem wir froh begehen

Ein Fest in guter Rund:

Der Freiheit Auferstehen,

Des Geistes freien Bund.

 

Das wird ein Tag der Liebe

Ein Tag der Freude sein.

Und schon erstehn die Triebe

Zu künftigem Gedeihn.

 

Schon will die Sonne sprengen

Ihr Auferstehungsthor,

Und lichte Stralen drängen

Am Himmel schon hervor.

 

Du bist ein Stral der Sonne,

Du Albigenserheld,

Der in die Frühlingswonne

Erweckend niederfällt.

 

Du bist ein Stral des Lichtes,

Sankt Georg, stark und kühn,

Auf deinen Liedern bricht es

Des Tages goldnes Glühn.

 

Und Stralen seid ihr Alle,

Die ihr mit freiem Lied,

Wie mit Posaunenschalle

In′s Feld des Kampfes zieht.

 

Die ihr mit kühner Frage

Aus dunkler Totengruft

Die Welt zum jüngsten Tage -

Zur Auferstehung ruft.


Das Gedicht "Dämmerung" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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