Lange bin ich geweset verdâht

und unvrô von rehter minnen.

nû hât men mir maere brâht,

der ist vrô mîn herze inbinnen.

Ich sol trôst gewinnen

von der vrowen mîn.

wie möht ich danne trûric sîn?

ob ir rôter munt

tuot mir vröide kunt,

sô getrûr ich niemer mê.

ez ist quît, was mir wê.


Das Gedicht "XXXV. Lange bin ich geweset verdâht" stammt von   (1149 - 1221).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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