Vil süeziu senftiu toeterinne,

war umbe welt ir toeten mir den lîp,

und ich iuch sô herzeclîchen minne,

zwâre vrouwe, vür elliu wîp?

Waenent ir, ob ir mich toetet,

daz ich iuch iemer mêr beschouwe?

nein, iuwer minne hât mich des ernoetet,

daz iuwer sêle ist mîner sêle vrouwe.

sol mir hie niht guot geschehen

von iuwerm werden lîbe,

sô muoz mîn sêle iu des verjehen,

dazs iuwerre sêle dienet dort als einem reinen wîbe.


Das Gedicht "XXXIV. Vil süeziu senftiu toeterinne " stammt von   (1149 - 1221).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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