I
Hât man mich gesehen in sorgen,
des ensol niht mêr ergân.
wol vröiwe ich mich alle morgen,
daz ich die vil lieben hân
Gesehen in ganzen vröiden gar.
nu vliuch von mir hin, langez trûren!
ich bin aber gesunt ein jâr.
II
Sî kan durch diu herzen brechen
sam diu sunne dur daz glas.
ich mac wol von schulden sprechen:
"si ganzer tugende ein adamas!"
Sô ist diu liebiu vrowe mîn
ein wunnebernder süezer meije,
ein wolkelôser sunnen schîn.
III
Ob si mînre nôt, diu guote,
wolde ein liebez ende geben,
mit den vrôn in hôhem muote
saehe man mich danne leben.
Die wîle sô daz niht ist beschehen,
sô muoz man bî der ungemuoten
schar mich in den sorgen sehen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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