bei seiner Zurückkunft in Berlin den 30. September 1810

 

Singt, Barden! singt Ihm Lieder,

Ihm, der sich treu bewährt;

Dem Künstler, der heut wieder

In eure Mitte kehrt.

In fremden Landen glänzen,

Ist Ihm kein wahres Glück:

Berlin soll Ihn umkränzen,

Drum kehret Er zurück.

 

Wie oft saht ihr Ihn reisen,

Mit furchterfüllter Brust.

Ach! seufzten Volk und Weisen:

Nie kehret unsre Lust!

Nein Freunde, nein! und schiede

Er mehrmal auch im Jahr,

Daß Er euch gänzlich miede,

Wird nie und nimmer wahr.

 

In Sturm nicht, nicht in Wettern

Kann dieses Band vergehn;

Stets auf geweihten Brettern

Wird Er, ein Heros, stehn;

Wird dort als Fürst regieren

Mit kunstgeübter Hand,

Und unsre Bühne zieren

Und unser Vaterland!


Das Gedicht "An unsern Iffland" stammt von   (1777 - 1811).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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