Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,

In deinen Armen mich wohl befinde,

Dann mußt du mir nie von Deutschland reden, –

Ich kanns nicht vertragen – es hat seine Gründe.

 

Ich bitte dich, laß mich mit Deutschland in Frieden!

Du mußt mich nicht plagen mit ewigen Fragen

Nach Heimat, Sippschaft und Lebensverhältnis; –

Es hat seine Gründe, ich kanns nicht vertragen.

 

Die Eichen sind grün, und blau sind die Augen

Der deutschen Frauen; sie schmachten gelinde

Und seufzen von Liebe, Hoffnung und Glauben; –

Ich kanns nicht vertragen – es hat seine Gründe.


Das Gedicht "Wenn ich..." stammt von (* 1797-12-13, † 1856-02-17).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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