Lächelnd scheidet der Despot,

denn er weiß, nach seinem Tod

wechselt Willkür nur die Hände,

und die Knechtschaft hat kein Ende.

 

Armes Volk! wie Pferd und Farrn

bleibt es angeschirrt am Karrn

und der Nacken wird gebrochen,

der sich nicht bequemt den Jochen.

 

Sterbend spricht zu Salomo

König David: Apropos

das ich Joab dir empfehle

einer meiner Generäle.

 

Dieser tapfre General

ist seit Jahren mir fatal

doch ich wagte den Verhassten

niemals ernstlich anzutasten.

 

Du meinen Sohn, bist fromm und gut

gottesfürchtig, stark genug

und es wird dir leicht gelingen

jenen Joab umzubringen.


Das Gedicht "König David" stammt von (* 1797-12-13, † 1856-02-17).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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