Oft sah er unterhalb der Woge, weit von diesem Felsvorsprung,
wie die Würfel aus den Knochen Ertrunkener eine Botschaft
überbrachten. Ihre Zahlen, während er sie betrachtete,
schlug die Brandung an das staubige Ufer und verwischte sie.

Und Wracks zogen lautlos vorüber, ohne Glockenklang,
der Kelch der Gaben des Todes gab zurück
ein zerstreutes Kapitel, einen bleichen Hieroglyphentext,
das Omen, gewunden durch Korridore aus Muscheln.

Dann, im stillen Kreislauf einer gewaltigen Spirale,
ihre Fesselungen verzaubert und alle Bosheit versöhnt,
waren dort Augen, vom Frost überzogen, die Altäre erhoben;
und lautlose Antworten krochen über die Sterne.

Kompass, Quadrant und Sextant ersinnen
keine ferneren Gezeiten ... Hoch in den azurnen Höhen
wird die Klage den Seefahrer nicht wecken.
Diesen fabelhaften Schatten allein bewahrt das Meer.


Das Gedicht "An Melvilles Grab" stammt von   (1899 - 1932).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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