Hielten immer wir im Sinne,

Was uns Gutes war beschieden,

Mit dem reichlichen Gewinne

Wären dauernd wir zufrieden!

 

Doch das Gute wird vergessen,

Und das Schlimme wird behalten:

Und was jung sie einst besessen,

Ärgert obendrein die Alten.

 

Was wohl könnte noch uns munden,

Gäb′ es keine Bitterkeiten?

Still im Bunde sind die Stunden,

Die uns Lust und Gram bereiten;

 

Eine Heilkraft ist der Kummer,

Daß wir dann so froher lachen:

Und der Tod vielleicht ein Schlummer

Vor dem frischesten Erwachen.


Das Gedicht "Wir Verdrießlichen" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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